Ausgangspunkt dieser Wanderung ist wieder der „Johannesplatz“ in Johanniskirchen, von wo aus über die Sulzbachstraße in Richtung Sulzbach gestartet wird. Nach der Brücke führt der Weg links weiter über die Bergäcker zum Bauhof. Nach etwa 100 Metern zweigen wir dann rechts ab und nehmen den Feldweg hoch zum Wald. Beim „Hosenkreuz“ geht es links vorbei und immer geradeaus bis nach Fabach. An der Straße „Schornbach-Haibach“ biegen wir ebenfalls links ab und wandern weiter über Haibach über Gerberstorf, wo wir die Nebenkirche „St. Andreas“ besuchen wollen.


St. Andreas in Gerberstorf
(Foto: Steinbeißer)

Wie eine Inschrift am inneren Westgiebel bezeugt, wurde diese Kirche 1400 erbaut. Der Bau mit drei Langhaus- und zwei Chorjochen besitzt ein spätgotisches Netzrippengewölbe, der Chor ist eingezogen. Der Hochaltar, ein zweisäuliger Aufbau, stammt aus der Übergangszeit vom Barock zum Rokoko, etwa um 1730, die beiden Seitenaltäre sind in der Zeit zwischen 1700 und 1750 entstanden. Erwähnenswert sind die Pieta (nach 1530) und der sitzende Geißelheiland, eine Schöpfung des ausgehenden 17. Jahrhunderts, interessant die freigelegte Bemalung des Rippengewölbes und der Wandpfeiler.

Nach einer kurzen Rast wählen wir den Rückweg nach Johanniskirchen. Dabei kann ein lohnender Abstecher zur ehemaligen Wallfahrtskirche „Mater Dolorosa“ in Ammersdorf unternommen werden. Die Nebenkirche in ihrer jetzigen Form dürfte um 1700 erbaut worden sein. Der spätbarocke zweisäulige Altar trägt eine neuere „Ecce-Homo-Figur“, auf dem Nebenaltar steht eine spätgotische Pieta (um 1500). Die Kanzel mit schönem Muschel- und Gitterwerk dürfte um 1750 entstanden sein.


Wallfahrtskirche in Ammersdorf
(Foto: C.Ritzinger)

Wegen des Straßenverkehrs empfiehlt es sich, ab Mödelsbach wieder auf der Nebenstrecke nach Johanniskirchen zurückzuwandern.