Erster Spatenstich an der Großbaustelle

Bereits vor knapp drei Jahren, am 13. Juli 2012, hatte der Gemeinderat den dringend notwendigen Neubau der Turnhalle an der Mittelschule in Johanniskirchen beschlossen, denn allen Verantwortlichen war bewußt, dass die Mittelschule im Schulverband nur dann eine Zukunft hat, wenn sie neben der vorhandenen Schulsportanlage auch über eine uneingeschränkt nutzbare Turnhalle verfügt. Aber es gab wegen der hohen Kosten und den behördlichen Auflagen noch mancherlei Gegenwind, bis endlich im Mai 2015 die Firma Feicht aus Dietersburg mit dem Abriss der alten Turnhalle beginnen konnte. Im April 2015 waren die öffentlich ausgeschriebenen Aufträge zum Neubau vergeben worden und jetzt, nach erfolgtem Abriss, trafen sich alle Beteiligten an diesem Großprojekt auf der Baustelle zum gemeinsamen symbolischen ersten Spatenstich. Für die Gemeinde und die Schule waren es mit Bürgermeister Max Maier und Rektorin Andrea Pöchmann allerdings „neue“ Vertreter, denn sowohl Kurt Orthuber als auch Edwin Neuhofer, die bisher den Neubau der Turnhalle mit viel Herzblut vorangetrieben hatten, sind inzwischen aus Altersgründen nicht mehr in ihren Ämtern.

Der Rohbau wird von der Firma Otteneder aus Arnstorf hochgezogen, die durch Inhaber Roland Konrad sowie die Bauleiter Robert Wimmer und Stefan Eder vertreten war. Ebenfalls anwesend waren Franz Hofmann vom Planungsbüro HPE, das für die Elektotechnik zuständig ist, Architekt Andreas Zellhuber, der für die Statik verantwortliche Harald Wimmer und der für Heizung und Sanitär zuständige Heribert Ellinger aus Roßbach. Die Gemeinde als Bauherrin wurde durch Max Maier, den 2. BM Paul Voggenreiter, den 3. BM Josef Leitner und den Geschäftsleiter der Gemeinde Markus Bachmeier vertreten.

1,38 Millionen Euro wird die neue Turnhalle kosten, deren Rohbau noch 2015 fertiggestellt sein soll. Der Innenausbau, der Hallenboden und die Ausstattung mit Sportgeräten ist für das kommende Frühjahr eingeplant. Im Haushalt der Gemeinde sind dafür sowohl für 2015 als auch für 2016 jeweils 500000 Euro eingeplant, die restlichen Kosten sind durch staatliche Zuschüsse gedeckt, deren Auszahlung „zeitnah“ erfolgen soll. Mit einer Hallenfläche von 15 mal 27 Metern ist die neue Halle deutlich größer als ihre Vorgängerin, aber nur diese Hallengröße wird staatlich gefördert, was ein wesentlicher Grund dafür war, dass die Sanierung der alten Halle nicht weiter verfolgt wurde, zumal die dafür vor fünf Jahren einmal veranschlagten Kosten von 800000 Euro vermutlich nicht ausgereicht hätten. Wegen der Hanglage schied auch der Kauf einer Fertighalle aus, aber für den Standort der Turnhalle gab es keine Alternative.
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Klaus-Peter Vetter, Emmersdorf